
Sie war Mitausrichter des 5. Familienwandertages
am 20. Mai 2006 anlässlich der Feierlichkeiten zum 15-jährigen Bestehen des Landesverbandes.

Die erste Notiz über die Entstehung des Ortes Petersberg steht in
der
Chronik des Petersberges bei Halle a.d.S. Aus 1857:
“... Bis 1736 war außer den Bewohnern des Amtes, der Pfarre und Schule nur
noch ein Windmüller da.
Im Jahre 1736 erhielt der damalige Windmüller (Christian Berg) die
Konzession, sein Wirtshaus zu bauen und erbaute ein solches an der Köthener
Straße. Unter Friedrich dem Großen wurde die Anlage neuer Dörfer ohne
Grundbesitz
so genannter Kolonien, grundsätzlich befördert und erleichtert.
So wurde auch auf dem Petersberge verfahren, jedem, der sich anbauete,
wurde ein Platz angewiesen und 16 Freijahre gewährt.
Es fanden sich Leute genug, die dies benutzten und 1785 bestand das Dorf,
wenn es diesen Namen verdiente, aus 28 zerstreut liegenden Häusern, deren
Bewohner alle dem Amte steuer- und dienstpflichtig waren.

In der Gegend um den Petersberg liegen zahlreiche große Steine in der Nähe von Kirchen herum, und das erklärt sich so:
Als das Christentum hier noch nicht verbreitet war, verehrten unsere heidnischen Vorfahren ihre Götter auf dem Petersberg. Dann aber nahten die christlichen Glaubensboten die Ungläubigen.
Das schmerzte den Teufel, der von den Priestern mit dem obersten Heidengott gleichgesetzt wurde, und in seiner Wut schleuderte dieser riesige Felsbrocken gegen die Kirchen in Sennewitz, Wettin, Hohenthurm und an anderen Orten bis in die Nähe von Köthen, Dessau und Eilenburg. Aber es gelang ihm nicht, sie zu zerstören.
In einigen solcher Steine sind vier oder fünf Löcher zu sehen, etwa in Sennewitz oder Gimritz, und die sollen entstanden sein, als der Teufel sie mit seinen Krallen packte und wegschleuderte.
Als auf dem Petersberg bereits ein Kloster errichtet war, stand eines Tages ein Mönch dort oben und schaute hinab nach Wadendorf, wo gerade eine Kirche im Bau war. Da trat der Teufel ihm zur Seite und sprach: "Freue dich nicht zu früh, Mönchlein, denn ich kann die Kirche zertrümmern, wenn ich nur will, es sei denn, ein Mensch würd es verhindern, indem er mir seine Seele verschreibt. Willst du derjenige sein?"
"Warum nicht", erwiderte der Mönch. "Aber ich kann nicht glauben", fügte er hinzu, "dass du einen solchen gottgefälligen Bau zerstören könntest."
"Was gilt die Wette?" sprach der Teufel. "Ehe du drei "Avemaria"-Gebete sprechen kannst, liegt die Kirche darnieder. Sollte ich die Wette aber verlieren, bleibt die Kirche heil, und deine Seele ist gerettet."
"So sei es", antwortete der Mönch. Da ergriff der Teufel einen Felsbrocken und schleuderte ihn mit aller Kraft gegen die Kirche von Wadendorf. Der Mönch aber sprach seine drei "Ave Maria" schnell in gekürzter Form, sagte nur dreimal "Ave Maria. Amen", und ehe der Felsbrocken landete, war er damit fertig. Da fiel der Stein zwischen Löberitz und Zehmitz zur Erde nieder. Mönch und Wadendorfer Kirche waren gerettet, und der Teufel war geprellt.
Aus: "Der Saalaffe" Sagen aus Halle und Umgebung