"Erste Siedlergemeinschaft Tangermünde"

          

Siedlerinfo zum Jahresende 2009 sowie Informationen zu Bäumen, Sträuchern, Hecken und Laubfall

Info-Ticker des Verbandes Wohneigentum Sachsen-Anhalt e.V.

Stolz präsentierten die Siedlerfreundinnen und Siedlerfreunde zum Festumzug 2009 ihren Beitrag zur 1000-Jahr-Feier am Burgfestwochenende - ein hübsches Siedlerhaus, wie es typisch im Wohngebiet am Heinrich-Heine-Platz zu finden ist.

mehr

Traditionelles Siedlerfest mit vielen Gästen 2009

Im August führte die Siedlergemeinschaft an der Kirschallee
wieder ihr schon traditionelle Siedlerfest unter freiem Himmel durch.
Wenn auch am Freitag alle Aktivitäten wegen des Dauerregens abgesagt werden
mussten, gab sich am Samstag das Wetter versöhnlich. Die zahlreichen Kinder konnten das erneuerte Volleyballnetz für ihre Spiele nutzen, am Abend tobten sich die Jungen beim Fußballspiel so richtig aus und gemeinsam mit ihren Eltern blieben viele bis zum späten Abend. Die Organisatoren des Festes haben sich gefreut, dass sie neben den Vereinsmitgliedern auch zahlreiche Gäste aus den umliegenden Wohngebieten begrüßen konnten. In der Dämmerstunde gab es für die Kinder noch ein schönes Erlebnis, nämlich eine stimmungsvolle Fahrt mit einem knatternden Oldtimertraktor, Baujahr 1952, durch die Siedlung.
Derweil begann für die Erwachsen ein schöner Tanzabend in die laue Sommernacht. Der Vorstand möchte sich auf diesem Wege besonders bei Nancy Andrews für die Getränkeversorgung und bei den vielen fleißigen Helfern bedanken.
i.A. D. Pohl
stellv. Vs.

Mitglieder der SG Tangermünde, Freunde und Bekannte machten sich auf zur Bundesgartenschau in Schwerin  ... so berichtete die Volksstimme am 20.06.09 ... "Wir wollten bewusst ökologisch reisen und sind mit der Bahn gefahren", berichtet Detlev Pohl, Vorstandsmitglied des Vereins. Allerdings habe sich diese Idee als unglücklich erwiesen. "Die Bahn hatte sich nicht darauf eingestellt, dass vor allem an den Wochenenden viele nach Schwerin fahren möchten. Also haben wir eine Stunde in einem extrem vollen Zug stehen müssen, in dem auch noch die Klimaanlage ausgefallen war." Dafür wurden die Tangermünder in Schwerin für die unangenehme Anreise entschädigt. "Die Straßenbahnen waren doppelt so lang wie üblich", sagt Pohl. Die Verkehrsbetriebe hatten sich also ganz offensichtlich auf den Besucheransturm eingestellt. Am Gelände der Bundesgartenschau angekommen, schlenderte jeder individuell über das gigantische Areal. "Besonders interessant fanden wir die Kleingartenausstellung und die Blumenhalle". Die Tangermünder wurden hier Zuschauer der Landesmeisterschaften der Floristen. Beeindruckend fanden sie die schwimmende Brücke sowie die vielen Gelegenheiten, sich auszuruhen. Pohl: "Es war absolut nicht voll oder überlaufen. Wir hätten überall einen freien Liegestuhl oder eine Bank zum Pausieren gefunden." Selbst für die Kinder sei die Bundesgartenschau ein Paradies und keinesfalls langweilig. Überall seien Spiel- und Experimentiermöglichkeiten aufgebaut, die Kinder begeistern und unterhalten. Zurück ging es am Abend wieder mit der Bahn in einem abermals übervollen Zug.

Traditionelle Fahrradtour jenseits und diesseits der Elbe 2009

 
Sie gehörte zu den ersten Siedlergemeinschaften als sich der Landesverband am 13. Juli 19991 gründete. In den Jahren 1933 bis 1938 entstanden durch die Mitteldeutsche Heimatstätte am Stadtrand von Tangermünde Siedlungshäuser auf einem Ackergrundstück zwischen der Stendaler Straße und der Kirschallee.
Neben der Baufinanzierung war ein hoher Anteil an Eigenleistungen zu erbringen. Das waren vorwiegend Ausschachtarbeiten und andere Nebengewerke, die von den Bauinteressenten zu erbringen waren. Nachdem der größte Teil der heute 96 Eigenheime bezogen war, gründete man 1936 die Siedlergemeinschaft. Sie feiert also in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Nach 1945 war die Siedlergemeinschaft im VKSK eingegliedert. Der Nachkriegszeit entsprechend, widmete man sich der intensiven Nutzung der zum Grundstück gehörenden Gärten. Die Siedler sorgten in den folgenden Jahren dafür, dass die Gehwege zur Stadt befestigt wurden und die Häuser einen Stadtgasanschluss bekamen. Die Verbesserung der Lebensbedingungen für die Siedler war stets das erstrebte Ziel. Hierzu gehörte auch, dass im Wohnbereich der Siedlung ein Konsum - Verkaufstelle - eingerichet wurde. Man hat für diese Ziele alle gebotenen Möglichkeiten genutzt. Wie schwer es war, die Bausubstanz zu erhalten, kennen die Mitglieder zur Genüge.Es wurde viel Mühe und Sorgfalt für die Erhaltung der Häuser aufgewendet. Heute wohnen zum überwiegenden Teil die Kinder in den von den Eltern erbauten Häusern.

Mit der Wende 1989 kam zum Jahresende die Auflösung des VKSK. Ein Neubeginn in der Siedlergemeinschaft war angesagt und das sollte ein nahtloser Übergang werden. Bei der Umprofilierung konnte die Siedlergemeinschaft auf die tatkräftige Unterstützung des Landesverbandes Niedersachsen und hier besonders auf den Kreisvorsitzenden von Celle, den Siedlerfreund Horst Zumüller, bauen. Erste Gespräche gab es im Herbst 1990 gemeinsam mit den Siedlergemeinschaften aus Gardelegen, Klötze, Magdeburg und Salzwedel in Klötze. Es folgten viele solcher Gesprächsrunden. Um keine Zeit zu verlieren, war der zeitweilige Anschluss an den Landesverband Niedersachsen eine logische Folge, da es im Land Sachsen-Anhalt noch keinen Landesverband gab.
Die Gründungsversammlung mit dem neuen Namen “Erste Siedlergemeinschaft Tangermünde e.V. Fand am 15. Juni 1990 statt. Es wurde eine neue Satzung beschlossen und zum Vorsitzenden wurde Siedlerfreund Joachim Schulz gewählt. Ihm zur Seite standen die Vorstandsmitglieder Detlev Pohl, Gerhard Bertram, Günter Netzband, Herbert Vorpahl, Wilfried Fatteroth und Eckbert Petzack. Die Tangermünder Siedlung ist eine traditionelle Siedlergemeinschaft, die auch gerade deshalb nach der Wende stark geblieben ist. Die Bindung zum Stadtparlament ist intensiv, was sich durch viele fördernde Maßnahmen zeigt. So bot sich durch die Städtepartnerschaft Minden-Tangermünde die Möglichkeit, partnerschaftliche Beziehungen zur Siedlergemeinschaft “Kuhlenkamp” in Minden zu knüpfen. Daraus entwickelten sich schon viele familiäre Freundschaften. Jedes Jahr trifft man sich zu einem Erfahrungsaustausch und ist Gast bei den Siedlerfesten.

Mit der Erschließung eines Gewerbegebietes an der Stendalerstraße, welches der Siedlung gegenüber liegt, konnten auch die Erschließungsarbeiten für die Siedlung erfolgen. Die Wohnsiedlung war bis zu dieser Zeit noch nicht mit einer Abwasserleitung
versehen und die Fahrstraßen waren noch unbefestigt. Im Zuge der Erschließung wurde eine getrennte Ableitung des Regenwassers, ein Telefon- und Fernsehkabel verlegt sowie eine neue Straßenbeleuchtung installiert. Somit verschwanden alle Oberleitungen mit samt den Holzmasten. Bis auf einen Straßenzug ist die Siedlung heute voll erschlossen und ein seit 40 Jahren gehegter Wunsch ging in Erfüllung, wenn auch nicht zum Nulltarif.
Während der Zeit der Baudurchführung nahm an den wöchentlichen Bauberatungen beim Stadtbauamt, ständig ein Vertreter des Vorstandes der SG teil, um die Interessen der Gemeinschaft zu vertreten. Diese Mitarbeit war sehr nützlich. Nach Beendigung der Straßenbauarbeiten galt es,
den Charakter der Siedlung zu erhalten, denn es gab wieder alle Baumaterialien und so entwickelte jeder seine eigenen Ideen für bauliche Veränderungen und Ergänzungen am Wohnhaus. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung ist die Mitarbeit an einer verbindlichen Gestaltungssatzung für die Siedlung erreicht worden. Hierin ist im Einzelnen sinnvoll die Wahrung des siedlungsspezifischen Charakters der Siedlung festgeschrieben. Das gemeinschaftliche Umfeld ist gesichert, ohne dass der persönliche Freiraum verloren geht.

Nach der Neuorientierung hat sich in der Siedlergemeinschaft viel bewegt.

Ein besonderer Höhepunkt stellte das Jahr 1993 dar, als der Bundesvorstand des Deutschen Siedlerbundes zum 20. Bundeswettbewerb “Die besten Kleinsiedlungen” aufrief, meldete sich der Vorstand zur Teilnahme an.


Eine vorangegangene Befragung aller Mitglieder war hierbei entscheidend. Nur eine SG vom Landesverband Sachsen-Anhalt konnte am Wettbewerb teilnehmen. Der Landesverband gab aufgrund der überzeugenden Aktivitäten der Tangermünder Siedlergemeinschaft den Vorzug.
Eine zentrale Bewertungskommission nahm alle am Wettbewerb beteiligten 24 Siedlergemeinschaften unter die Lupe. Am Ende aller Mühen konnte unsere SG aus den Händen von Staatssekretär Gerhard von Loewenich eine Urkunde für die Erreichung eines 2. Platzes im Bundeswettbewerb empfangen. Ein Angebot des Umweltministeriums der Landesregierung Sachsen-Anhalt zur Begrünung der Siedlung mit Hilfe von Fördermitteln der Landesregierung ist von der Siedlergemeinschaft genutzt worden. Eine Bepflanzung wurde entlang der Kirschallee und um den Heinrich-Heine-Platz vorgenommen. Heute zeigt sich die Siedlung in einem neuen Glanz. Die Mitglieder der SG haben durch ihren ganz persönlichen Anteil ein wohnfreundliches Umfeld geschaffen.

2007

Siedler auf der Landebahn
Am 09. Juni war es wieder so weit, unsere Siedlergemeinschaft traf sich in den frühen Morgenstunden zu ihrer Vereinsfahrt. Diesmal sollte es nach Leipzig gehen …
Nach der gut 3½stündigen Zugfahrt kamen wir bei strahlendem Sonnenschein am Flughafen Halle/Leipzig an. Dort erwartete uns eine Flughafenbesichtigung der besonderen Art. So konnte man in nahezu allen wichtigen Bereichen einen kleinen Einblick erhaschen. Wir besichtigten das Terminal, uns wurde erläutert, wie unsere Koffer vom Check-In bis zum Flugzeug gelangen. Vom Bus aus konnten wir die Abfertigung der Flugzeuge erlebenund die moderne Flughafenfeuerwehrtechnik bestaunen. Insbesondere die Fahrt auf der
Landebahn mit Höchstgeschwindigkeit inmitten des Flugverkehrs ließ alle Herzen höher schlagen. Doch die notwendige Startgeschwindigkeit hat unser Bus nicht erreicht …
Nach der Besichtigung ging es mit dem Zug zum Hauptbahnhof Leipzig und von dort per Pedes zum Leipziger Zoo. Nicht nur die Kinder waren von all der Vielfalt begeistert.
Nach einem anstrengenden Tag kamen alle zufrieden in Tangermünde an. Wir hoffen, dass solche Fahrten für uns zur Tradition werden!
Danke insbesondere den Organisatoren des Vorstandes! Auch das nächste Vereinstreffen steht schon vor der Tür: unser „Heubasteln“

Heubasteln der Siedler
Am 18. Juni konnten wir uns endlich zu unserem Heubasteln treffen. So fanden sich also 6 Vereinsfrauen und drei Kinder bei Familie Stabenow ein, um Mäuse und Spinnen zu
basteln. Unter der fachkundigen Anleitung von Frau Garlipp aus Hassel fertigten die Siedlerfrauen mit Hilfe ihrer Kinder in kürzester Zeit zwei wundervolle Spinnen und
4 Mäuse in zwei unterschiedlichen Ausführungen. Aus Zeitungskugeln, Heu und Drähten und mit ein paar anderen Hilfsmaterialien entstanden zunächst seltsame Gebilde, die zusammengefügt wunderschöne Unikate ergaben. Dank der zuvorkommenden Bewirtung durch den Herrn des Hauses Stabenow wurde es ein gelungener Abend, den gern alle wiederholen möchten ein neuer Termin dafür wurde schon für Anfang November festgemacht. Dann wollen wir für die bevorstehenden Weihnachtstage ein paar Dekofiguren basteln. Ein großes Dankeschön geht auch an Carola Garlipp, der Inhaberin vom Hofladen Hassel!

Spaß beim Kegeln und Schrapeln zum Frauentag
Ein nicht ganz gewöhnlicher Kegelabend erwartete die Frauen der Siedlergemeinschaft Tangermünde. Zuerst wurde die Siegerin beim Kegeln ermittelt und bei der sich anschließenden “Schrapelparty” wurde um allerlei skurile, lustige oder gar unnütze Preise gewürfelt. Schnell steigerte sich die lustige Stimmung, wollte doch niemand solch absurden Preise wie ein
original DDR- Folienschweißgerät, ein Mitropa- Kännchen oder gar ein kitschiges Porzellanvogelpaar gewinnen. Andere, nicht minder unwichtige Preise wurden kurioserweise zum
„Liebling“ der Würfelrunde und waren begehrt wie „Bückware“. Der sich zuspitzende, lautstarke Spielrausch wurde erst durch die auf 45 Minuten begrenzte Spielzeit jäh beendet. So manch einer nahm am Ende der Würfelrunde genau den Schrapel wieder mit nach Hause, den er gerade an diesem Abend loswerden wollte. Aber vielleicht gelingt es ja bei einem weiteren Versuch im nächsten Jahr den Schrapel an die Frau zu bringen.

Die Angebote der Siedlergemeinschaft an der Kirschallee erfreuen sich immer großer Beliebtheit. Nachdem die Spielabende in der Wintersaison regen Zuspruch fanden, geht
 es im Sommer meist in´s Freie. 18 Vereinsmitglieder brachen per Rad nach Staffelde auf, um das Wald- und Wiesenfest zu besuchen. Bereits 2 Wochen vorher grillten die
 Siedler im Hansepark, um ihre Vereinskasse aufzubessern. Der Vorstand möchte sich auf diesem Wege bei allen Frauen für die 21 bereitgestellten Kuchen bedanken. Sie fanden
 wieder reißenden Absatz. Die Einnahmen werden u.a. für die diesjährige Vereinsfahrt gebraucht. Am 9.05.07 fahren 35 Vereinsmitglieder mit dem Zug nach Leipzig. Auf dem Programm stehen eine geführte Besichtigung des Flughafens sowie ein Besuch des Leipziger Zoos, auf den sich vor allem die mitreisenden Kinder freuen. Auch zum Kindertag können die jüngsten Vereinsmitglieder wieder auf eine Überraschung gespannt sein mehr - wird aber noch nicht verraten.

2006 feiert die "Erste Siedlergemeinschaft Tangermünde" ihr 70- jähriges Bestehen.

 

Im April 2005 tagte der Gesamtvorstand in Tangermünde. Im Vorfeld dieser Beratung fand ein Treffen der Siedlergemeinschaften aus der Region Altmark statt. Die Siedlergemeinschaften Gardelegen, Tangermünde, Burg-Ost, Altmark, Aken-Ost, Sachsenland Schönebeck, Siebeneichen Salzwedel und die Karl-Marx-Siedlung Magdeburg nahmen an diesem Treffen teil. Ein reger Erfahrungsaustausch, der sich wiederholen sollte!