Tun wir unserer Umwelt etwas Gutes, wenn wir Honig im Supermarkt kaufen?

                                        Für 1,99 € gibt es Honig aus China oder Mexiko;  für 2,99 € Honig von einem deutschen Abfüller. Ist das wirklich der gute Honig? Sind 4,50 €  für die gleiche Menge  Honig vom einheimischen Imker Wucher? Die Qualität der ersteren bleibt immer umstritten. Die Bienen, die diesen Honig produzieren haben für den Erhalt unserer Natur nichts getan.

Sind die Bienen für den Erhalt der Natur wirklich so wichtig? Fakt ist, dass die meisten unserer Blütenpflanzen auf Bienen, Hummeln und viele andere Wildinsekten zur Bestäubung angewiesen sind. Alle vorgenannten sind in der Anzahl gewaltig rückläufig – schon ausgerottet?!

Schuld ist der Mensch, zunehmende Monokulturen in der Landwirtschaft und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln haben auch ihren Anteil. An der Reduzierung sind auch viele Kleingärtner und Siedler beteiligt.

Wie können wir Siedler diesen Umstand ändern? Eine recht einfache Lösung! Weg vom „englischen Rasen“ – eine Blumenwiese mit

2 x Mähung im Jahr schafft eine Basis für eine Vielfalt von fliegenden und kriechenden Insekten - unsere Jüngsten sind begeistert. Der störende Rasenmäherlärm entfällt, es wird Zeit frei. Weg von Koniferen – sie sind z.T. Wirtsträger für den Birnengitterrost. Hin zu blühenden Stauden und Sträuchern!

Wie können wir Siedler die Bienen des Imkers unterstützen? Zur Produktion von 500 g Honig ist das Befliegen von ca. 3 Mio. Blüten erforderlich.

Beginnend mit den Frühjahrsblühern wie Schneeglöckchen, Krokus, Forsythie etc.,  folgend mit der  Obstbaumblüte, Sommer- und Herbstblüher ,decken wir den Tisch der Bienen. Alle Blüher aufzuführen würde zu weit führen, der Gartenmarkt kann weiter helfen. Besser und billiger ist der Blick über den Zaun, dort wächst und blüht oft das gewünschte Pflänzchen. Da jeder in seinem Garten auch Raritäten hat, ist immer ein Tauschobjekt vorhanden. Das „gutnachbarschaftliche Verhältnis“ wird gefördert.

Eine gute Hilfe wäre auch die Aussaat von Gründüngungspflanzen wie Senf oder Bienenfreund (Phacelia) auf z.Z. nicht benötigten Gemüseflächen.

Ganz am Rand wäre zu bemerken, dass der Stich einer Biene zwar etwas schmerzt, aber nur für den an einer Bienenstichallergie Leidenden problematisch ist. Trotz der vielen Stiche, die ein Imker im Laufe des Jahres von seinen Lieblingen erhält, ist noch keiner daran gestorben. Viele von ihnen haben schon die 70 Jahre weit überschritten. Wer einmal beim Honigschleudern zugegen war, der schwärmt nach Jahren noch vom Genuss des frischgeschleuderten Honigs.

Helfen wir durch gezielten Anbau von blühenden Blumen, Stauden und Sträuchern dem Imker bei der Beschaffung von Nahrung für seine Bienen. Wir leisten damit gleichzeitig auch einen Beitrag zum Erhalt der heimischen Natur.        

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